Nach Sa Calobra kommen Sie über eine dreizehn Kilometer lange Serpentinenstraße hinunter von der Ma-10 oder über das Meer, vor der Bucht ankernd. An Land sind Parkplatz und Reisebusse das Problem; auf dem Wasser beginnt die Landschaft eine Stunde früher, sobald die Steilwände des Puig Major auftauchen.
01Was Sa Calobra wirklich ist
Es ist die Mündung des Torrent de Pareis, jener Schlucht, die die Serra de Tramuntana durchschneidet und an einem Kiesstrand zwischen mehreren hundert Meter hohen Wänden endet. Die Serra ist seit 2011 UNESCO-Welterbe, und dies ist ihr steilster Abschnitt.
Vom kleinen Hafen führen in den Fels geschlagene Tunnel entlang der Klippe zum Strand der Schlucht. Fünf Minuten zu Fuß, und sie gehören zum Erlebnis: aus dem Licht in den Tunnel, aus dem Tunnel in die Schlucht.
02Über die Straße: was niemand über den Parkplatz sagt
Die Straße ist ein berühmtes Stück Ingenieurskunst — mit dem Nus de la Corbata, wo die Straße unter sich selbst hindurchführt — und einmal lohnt sie sich. Aber sie führt bis auf Meereshöhe hinunter und muss wieder hinauf, mit Reisebussen im Gegenverkehr in den Kurven.
In der Saison ist der Parkplatz am Vormittag voll. Wenn der Plan war, anzukommen, zu baden und in Ruhe zu essen, geht die Zeit für Logistik drauf: Platzsuche, der Weg zurück hinauf und der Stau zur Stoßzeit.
03Über das Meer: man ankert davor
Vom Wasser aus gibt es keinen Parkplatz zu suchen. Sie ankern vor der Bucht, gehen mit dem Beiboot an Land und stehen direkt vor den Tunneln. Gebadet wird in der Bucht selbst, mit steil abfallendem Grund und kühlem Wasser aus der Nordströmung.
Auch die Anfahrt zählt: Die Küste zwischen Sóller und Sa Calobra ist der schroffste Teil der Insel, mit dem Massiv des Puig Major — 1.445 Meter, der höchste Gipfel Mallorcas — das fast senkrecht ins Meer fällt. Von der Straße aus bekommt man diesen Blickwinkel nicht.
04Cala Tuent, der Stopp, der den Tag rundet
Sie liegt in derselben großen Bucht, über die Straße eine Abzweigung früher, und bekommt einen Bruchteil der Besucher. Sand, etwas Schatten und oben eine Kapelle. Hier isst man, nachdem man die Schlucht gesehen hat.
An einem Tag schaffen Sie beides in Ruhe: Sa Calobra früh am Morgen, bevor die Busse heruntergekommen sind, und Tuent für den restlichen Vormittag samt Mittagessen an Bord.
05Wann hinfahren und was zu beachten ist
Das Ankern hängt vom Wind ab: Bei nördlicher Komponente liegt die Bucht offen und wird ungemütlich. Das entscheidet der Skipper am selben Tag, weshalb es sich lohnt, eine Alternative an der Südküste in der Hinterhand zu haben.
Juni und September sind die besten Monate: mildes Meer, langes Licht und ohne den Druck des August. Ein Tag beginnt bei 550 € mit Boot und Crew, ein Führerschein ist nicht nötig.
Kann man vor Sa Calobra ankern?
Ja, vor der Bucht, an Land geht es mit dem Beiboot. Ob es funktioniert, hängt vom Wind des Tages ab: Bei nördlicher Komponente liegt die Bucht offen, und der Skipper schlägt meist eine Alternative an einer anderen Küste vor.
Wie lange dauert die Fahrt nach Sa Calobra mit dem Boot?
Das hängt vom Starthafen und vom Boot ab. Ab Port de Sóller ist es eine kurze Fahrt entlang der schroffsten Küste der Insel; von der Bucht von Palma aus umrundet man das Cap de Formentor oder startet früh — dann ist es ein ganzer Tag.
Lohnt sich die Straße nach Sa Calobra?
Als Fahrerlebnis einmal ja: eine berühmte Straße von 1932, die unter sich selbst hindurchführt. Als Weg zur Bucht im Sommer nein: dreizehn Kilometer Serpentinen mit Reisebussen und ein Parkplatz, der am Vormittag voll ist.
Was ist der Torrent de Pareis?
Die Schlucht, die die Serra de Tramuntana durchschneidet und bei Sa Calobra endet, zwischen mehrere hundert Meter hohen Wänden. Vom Hafen führen in den Fels geschlagene Tunnel zu ihrem Strand, etwa fünf Minuten zu Fuß.


